Streit um alte Kantine in Lichtenberg kocht
Geplanter Umzug des Jugendklubs »Linse« stockt
Der Jugendklub »Linse«, die Gaststätte »Kalinka« und die alte Kaufhalle werden abgerissen. Ein Investor kauft das Areal rund um die Adresse Alt-Friedrichsfelde 70 und baut neu. So ist es vorgesehen. Für den Jugendtreff ist dann kein Platz mehr. Aber die »Linse« darf den bisherigen Plänen zufolge umziehen in die alte Kantine des ehemaligen Pionierhauses »German Titow« an der Parkaue. Die Kosten in Höhe von 300000 Euro soll der Investor tragen.
Trotzdem fürchten die Jugendlichen, dass ihr Klub »kaputt gemacht« wird. Der Leiter und ein Mitarbeiter dürfen nicht mit an die Parkaue, heißt es. Deshalb stürmten kürzlich 40 junge Leute eine Sitzung des Lichtenberger Jugendhilfeausschusses. Ausschuss-Chef Michael Grunst (PDS) zeigt Verständnis. »Steckt das Jugendamt die Leute in den Personalüberhang, dann ist die Linse tot und damit ein Stück linker Kultur«, prophezeit er. Die beiden Mitarbeiter seien nicht ersetzbar. Sie machten den Klub damit bekannt, dass sie CDs von Nachwuchsbands produzierten. Bei ihnen gingen Jugendliche in die Lehre, die inzwischen zum Beispiel bei Konzerten der »Puhdys« am Mischpult stehen. Als 14-Jähriger spielte Grunst in dem 1980 gegründeten Jugendklub »Linse« Tischtennis. Jetzt steht der 33- Jährige vor der Kantine und schwärmt geradezu für den neuen Standort. Dabei ist das Haus in einem miserablen Zustand. Alles muss gemacht werden: Dach decken, Wände versetzen, Toiletten erneuern. Für Grunst kein Problem. Der Verein Sozialdiakonische Jugendarbeit steht bereit. Der Verein will das Gebäude zeitweise übernehmen, mit den Mitteln des Investors sanieren und dann an den Staat zurückgeben. Sobald die 300000 Euro da sind, könne es losgehen, meint Vereins-Geschäftsführer Michael Heinisch. Doch dieser Moment kommt und kommt nicht.
Wann das Warten ein Ende hat, vermag Jugendstadtrat Michael Räßler (für PDS) nicht abzusehen. Nachdem ein Investor absprang, schwebe die Angelegenheit. »Die Verzögerungen sind keine Böswilligkeiten der Verwaltung«, sagt Räßler. Der Stadtrat arbeitet derzeit an einer Lösung im Interesse der Jugendlichen und Mitarbeiter.
Quelle:Neues Deutschland via infomail jugendnetzberlin.de
Geplanter Umzug des Jugendklubs »Linse« stockt
Der Jugendklub »Linse«, die Gaststätte »Kalinka« und die alte Kaufhalle werden abgerissen. Ein Investor kauft das Areal rund um die Adresse Alt-Friedrichsfelde 70 und baut neu. So ist es vorgesehen. Für den Jugendtreff ist dann kein Platz mehr. Aber die »Linse« darf den bisherigen Plänen zufolge umziehen in die alte Kantine des ehemaligen Pionierhauses »German Titow« an der Parkaue. Die Kosten in Höhe von 300000 Euro soll der Investor tragen.
Trotzdem fürchten die Jugendlichen, dass ihr Klub »kaputt gemacht« wird. Der Leiter und ein Mitarbeiter dürfen nicht mit an die Parkaue, heißt es. Deshalb stürmten kürzlich 40 junge Leute eine Sitzung des Lichtenberger Jugendhilfeausschusses. Ausschuss-Chef Michael Grunst (PDS) zeigt Verständnis. »Steckt das Jugendamt die Leute in den Personalüberhang, dann ist die Linse tot und damit ein Stück linker Kultur«, prophezeit er. Die beiden Mitarbeiter seien nicht ersetzbar. Sie machten den Klub damit bekannt, dass sie CDs von Nachwuchsbands produzierten. Bei ihnen gingen Jugendliche in die Lehre, die inzwischen zum Beispiel bei Konzerten der »Puhdys« am Mischpult stehen. Als 14-Jähriger spielte Grunst in dem 1980 gegründeten Jugendklub »Linse« Tischtennis. Jetzt steht der 33- Jährige vor der Kantine und schwärmt geradezu für den neuen Standort. Dabei ist das Haus in einem miserablen Zustand. Alles muss gemacht werden: Dach decken, Wände versetzen, Toiletten erneuern. Für Grunst kein Problem. Der Verein Sozialdiakonische Jugendarbeit steht bereit. Der Verein will das Gebäude zeitweise übernehmen, mit den Mitteln des Investors sanieren und dann an den Staat zurückgeben. Sobald die 300000 Euro da sind, könne es losgehen, meint Vereins-Geschäftsführer Michael Heinisch. Doch dieser Moment kommt und kommt nicht.
Wann das Warten ein Ende hat, vermag Jugendstadtrat Michael Räßler (für PDS) nicht abzusehen. Nachdem ein Investor absprang, schwebe die Angelegenheit. »Die Verzögerungen sind keine Böswilligkeiten der Verwaltung«, sagt Räßler. Der Stadtrat arbeitet derzeit an einer Lösung im Interesse der Jugendlichen und Mitarbeiter.
Quelle:Neues Deutschland via infomail jugendnetzberlin.de
